Treffer ins Glück

Quelle: Hohenloher Zeitung, Redaktion Steffen Heizereder

Mit zwei Siegen gegen Kelheim und München am Wochenende wäre die SGi Waldenburg auf einem guten Weg zur vierten Meisterschaft in Folge. Schießen – An Selbstvertrauen mangelt es den Schützen der Schützengilde (SGi) Waldenburg vor dem Heimwettkampf am Wochenende nicht. Ungeschlagen steht die Mannschaft an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga Süd. Das Ziel für die Saison ist vorgegeben. „Natürlich wünschen wir uns, dass wir den Heimwettkampf mit Erfolg gestalten und die vierte deutsche Meisterschaft hintereinander holen“, sagt Teamchef Günter Wüstemeyer.

Rekord

Damit strebt die Schützengilde ihre siebte Meisterschaft insgesamt an, ein Rekord bei den Sportschützen mit Luftpistole. „Der FC Bayern der Sportschützen.“ Vergleiche mit dem großen Fußballverein wurden längst laut. Als störend empfinden die Waldenburger das nicht. „Das haben wir uns erarbeitet, dass man uns so nennt“, sagt Wüstemeyer. „Wir haben einen ähnlichen Status, aber lange nicht so viel Geld“, fügt er schmunzelnd hinzu.
Den Blick auf das Tagesgeschäft verliert der Schützenchef allerdings nicht: “ So einfach ist das nicht. Auch wir haben gefährliche Gegner.“ So etwa der SV Kelheim-Gmünd, gegen den die Waldenburger am Wochenende antreten müssen. 2009 wurde der Verein Meister, bevor die SGi Waldenburg ihre Siegesserie gestartet hat. Zwei Jahre musste man sich in Kelheim mit dem dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften begnügen. Jetzt sind die Niederbayern wieder da. Ebenfalls ungeschlagen folgt der Schützenverein der SGi Waldenburg knapp in der Tabelle. Aber Thomas Karsch, Trainer der Niederbayern schränkt ein: „Waldenburg ist der Favorit.“ Zumal die Kelheimer auf ihre beiden Spitzenschützen am Wochenende verzichten müssen. „Unser Ziel ist es, Waldenburg so gut wie möglich Paroli zu bieten.“

Mit dem zweiten Gegner des Wettkampfes verbindet die Schützengilde eine intensiv gelebte freundschaftlich-sportliche Konkurrenz. Mit den Brüdern Michael und Andreas Heise sowie Leo Braun, befinden sich immerhin gleich drei ehemalige Waldenburger im Aufgebot der Münchner. Zeit für nostalgischer Erinnerungen bleibt aber höchstens nach dem Wettkampf. „Das wird professionell ablaufen. Da werden wir uns sicher nicht verrückt machen“, sagt Detlef Polter, Trainer der Münchner. In der Tabelle liegt die HSG derzeit zwar etwas zurück. Auf Position vier befinden sich die Bayern aber noch in Lauerstellung. Für den Wettkampf am Wochenende rechnen sich die Schützen aus München einiges aus. „Das tut uns ganz gut, mal in der Außenseiterrolle zu sein“, sagt Polter.
Am Selbstvertrauen der Waldenburger ändert das jedoch wenig. Die Mannschaft tritt in Bestbesetzung an, mit dem Aufsteiger der Saison Philipp Käfer, dem portugiesischen Olympiateilnehmer Joao Costa, Nationalmannschaftsschütze Abdullah Ustaoglu sowie Andreas Schneider und Wolfgang Renner.
Reserve

Personalsorgen hat Günter Wüstemeyer also nicht. „Im Gegenteil: Die Mannschaft ist so gut, dass unsere Reserveschützen darauf brennen, auch mal eingesetzt zu werden“, sagt der Teamchef. Beim Heimwettkampf am Wochenende wird dies aber wohl nicht der Fall sein. Auf dem Weg Richtung vierte Meisterschaft müssen für die Schützen der SGi Waldenburg zwei weitere wichtige Siege dazukommen.

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